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Neu: Lehrgang Traumapädagogik und -beratung
Ziel und Inhalt:
Der Lehrgang vermittelt aktuelle, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse aus der
Stress-, Trauma- und Bindungsforschung. Die Teilnehmer*innen lernen die Grundlagen der Psychotraumatologie, Neurobiologie und Traumaberatung kennen und machen sich mit traumapädagogischen Ansätzen sowie professioneller Gesprächsführung vertraut.
Neben der Theorie steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Es wird vermittelt und geübt, wie in pädagogischen und beratenden Kontexten ressourcenorientiert und traumazentriert gearbeitet werden kann. Ziel ist es, posttraumatische Belastungen und Persönlichkeitsveränderungen sowie deren Folgen zu erkennen, zu verstehen und angemessen zu begleiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
N.B. Dieser Lehrgang dient der Information und Weiterbildung im Bereich Traumapädagogik und Beratung/Counselling. Traumapädagogik und -beratung stellen KEINE psychotherapeutische Behandlung dar. Diese ist ausschließlich approbierten Psychotherapeut*innen vorbehalten. Im Lehrgang wird explizit auf die Grenzen hingewiesen.
Wer bereits ein Seminar zu „Begleitung traumatisierter Menschen. Einführung in die Traumapädagogik und -beratung“ im Bildungshaus Jukas besucht hat, kann ab dem 2. Seminar einsteigen.
Fachkräfte, die in ihrer pädagogischen oder beratenden Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen betraut sind, d.h. Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit, des Gesundheitswesens, Sozialassistent*innen, (Sozial)Pädagog*innen, Erzieher*innen, Lehrpersonen, Berater*innen und Menschen in ähnlichen Berufsfeldern
8 - 16
Bildungshaus Jukas, Brixen
2.700,00 € inkl. 22% Mwst. zahlbar in 3 Raten:
900,00 € 1. Rate innerhalb 18.11.26
900,00 € 2. Rate innerhalb 31.01.27
900,00 € 3. Rate innerhalb 30.04.27
2.160,00 € inkl. 22% Mwst., falls der Einstieg ab dem 2. Seminar erfolgt
Privatpersonen können beim Bereich Deutsche Berufsbildung um Förderung für berufliche Weiterbildung ansuchen. weiterbildung.berufsbildung@provinz.bz.it
Peter Klentzan, München. Diakon i.R.; Traumafachberater und Traumapädagoge DeGPT e.V., Traumatherapeut, Lehrtherapeut und Supervisor (zptn). Er leitet seit 2017 das Praxisinstitut Klentzan in Röhrmoos bei München
Werner Walterskirchen, Innsbruck. Zertifizierter Traumafachberater (ZPTN), Supervisor, Dipl. Mediator und Konfliktbegleiter, Dipl. Lebens- und Sozialberater und Focusing-Berater in freier Praxis
1. Seminar:
Mittwoch, 2. Dezember 26, 9.00 Uhr bis
Freitag, 4. Dezember 26, 17.30 Uhr
• Einführung in die Traumapädagogik und -beratung
• Kurze geschichtliche Einordung
• Nutzungs- und erfahrungsabhängige Hirnstrukturierung, Neuroplastizität
• Neurophysiologie, Stressverarbeitung und Symptomatik
• Praktische Übungen und Techniken
2. Seminar:
Mittwoch, 3. März 27, 9.00 Uhr bis
Freitag, 5. März 27, 17.30 Uhr
• Das Konzept des guten Grundes für die präsentierte Symptomatik
• Psychoedukation für die Betroffenen und das äußere System
• Ressourcenmobilisation, Selbstwirksamkeit
• Praktische Übungen und Techniken
3. Seminar:
Mittwoch, 9. Juni 27, 9.00 Uhr bis
Freitag, 11. Juni 27, 17.30 Uhr
• Die „innere Bühne“ des Menschen
• Dem inneren Kritiker die rote Karte zeigen
• Opfer- und Täteranteile kennenlernen
• Verletzte jüngere Anteile
• Praktische Übungen und Techniken
4. Seminar:
Mittwoch, 15. September 27, 9.00 Uhr bis
Freitag, 17. September 27, 17.30 Uhr
• Bindungsorientierte Pädagogik und Beratung
• Bindungsmuster, Bindungstraumata
• Praktische Übungen und Techniken
• Wiederholung der Fortbildungsinhalte
• Multiple-Choice-Test zur Ergebnissicherung
Seminar 1:
Mittwoch, 9.00 – 12.30 und 14.00 –17.30 Uhr
Donnerstag, 9.00 – 12.30, 14.00 – 17.30 und 18.30 – 20.30 Uhr
Freitag, 9.00 – 12.30 und 14.00 – 17.30 Uhr
Seminar 2, 3 und 4:
Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9.00 – 12.30 und 14.00 –17.30 Uhr
4 Seminare zu je 3 Tagen, insgesamt 12 Tage bzw. 104 Weiterbildungseinheiten (1 WE = 50 Minuten)
Für einen erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs ist eine Anwesenheit von mindestens 80 % erforderlich.
Die Teilnahme am Lehrgang berechtigt zur Zertifizierung als Traumapädagog*in bzw. Traumafachberater*in gemäß den geltenden Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Traumapädagogik und Traumafachberatung (DeGPT). Dafür müssen folgende zusätzliche Leistungen erbracht werden.
- 18 Weiterbildungseinheiten (WE) Intervision/Peergruppenarbeit
- 16 WE Selbsterfahrung
- 16 WE Supervision
- 20 WE schriftliche Abschlussarbeit (3 Fallreflexionen) & eine Videoaufnahme (Durchführung einer Stabilisierungstechnik oder ressourcenorientierten Intervention) & Kolloquium
Die organisatorische Planung der Zertifizierungselemente erfolgt im Rahmen des zweiten Seminares.
Für die Zertifizierungselemente fallen zusätzliche Kosten an.
18.11.2026