Ziel und Inhalt:
Dieser Lehrgang vermittelt Mitarbeiter*innen in der Jugendarbeit Basiskenntnisse, um in einer offenen und sensiblen Haltung mit Jugendlichen in Beziehung zu treten, sie mit einzubinden, in ihren Lebenssituationen zu unterstützen, auf herausfordernde Situationen zu reagieren und präventive Maßnahmen zu setzen. Ebenso erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die Projekt- und Netzwerkarbeit.
Neben praktischen und theoretischen Inputs liegt ein Schwerpunkt auf der persönlichen Entwicklung der Jugendarbeiter*innen, unterstützt durch die Lehrgangsbegleitung und durch Supervisionseinheiten.
Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit, Neu- und Quereinsteiger*innen in die Jugendarbeit
10 - 18
Bildungshaus Jukas, Brixen
Modul 1:
Montag, 18. Jänner 27, 9.00 Uhr bis Mittwoch, 20. Jänner 27, 17.00 Uhr
Auftakt zur gemeinsamen Reise
• Kennenlernen
• Bildung der Peergruppen
• Die Phase der Jugend: Besonderheiten und Herausforderungen
• Meine Haltung als Jugendarbeiter*in
Mit Birgit Dissertori und Lea E. Mair
Modul 2:
Montag, 15. März 27, 9.00 Uhr bis Dienstag, 16. März 27, 17.00 Uhr
Beziehungsgestaltung zwischen Nähe und Distanz
• Grundlagen der Kommunikation
• Aufbau eines Gesprächs mit Jugendlichen
• Erstberatung
• Konfliktmoderationen
Mit Michael Reiner
Gruppensupervision 1:
Montag, 5. April 27, 9.00 – 12.30 und 13.30 – 17.00 Uhr
• Reflexion von Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis
• Besprechung von Fallbeispielen aus dem eigenen Arbeitsfeld
• Kollegiale Fallberatung und Perspektivenaustausch in der Gruppe
• Klärung offener Fragen aus dem Lehrgang
Mit Birgit Dissertori und Lea E. Mair
Modul 3:
Montag, 10. Mai 27, 9.00 Uhr bis Dienstag, 11. Mai 27, 17.00 Uhr
Gewaltprävention und Krisenkompetenz in der Jugendarbeit
Woher kommt Gewalt?
• Formen, Ursachen und Hintergründe von Gewalt
• Risiko- und Schutzfaktoren in der Gewaltprävention
• Traumasensible Begleitung junger Menschen
Jugendliche stärken, Krisen erkennen
• Psychische Krisen und Suizidalität im Jugendalter
• Begleitung junger Menschen in belastenden Situationen
Mit Gudrun Brugger, Melanie Kücking und Lukas Schwienbacher
Gruppensupervision 2:
Freitag, 17. September 27, 9.00 – 12.30 und 13.30 – 17.00 Uhr
• Reflexion von Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis
• Besprechung von Fallbeispielen aus dem eigenen Arbeitsfeld
• Kollegiale Fallberatung und Perspektivenaustausch in der Gruppe
• Klärung offener Fragen aus dem Lehrgang
Mit Birgit Dissertori und Lea E. Mair
Modul 4:
Montag, 11. Oktober 27, 9.00 Uhr bis Mittwoch, 13. Oktober 27, 17.00 Uhr
Projektmanagement und Partizipation
• Wie können wir Jugendliche aktiv in Entscheidungsprozesse einbeziehen und ihre Eigenverantwortung sowie Mitbestimmung stärken?
• Wie können Projekte effizient und zielorientiert geplant, begleitet, umgesetzt und evaluiert werden, um Ressourcen bestmöglich einzusetzen?
• Wie gelingt eine aussagekräftige Dokumentation und die Erstellung eines Abschlussberichts (Projektarbeit im Rahmen des Basislehrgangs), um Ergebnisse sichtbar zu machen und Erfahrungen für zukünftige Projekte nutzbar zu machen?
Mit Marina Peter
Modul 5:
Mittwoch, 1. Dezember 27, 9.00 Uhr bis Donnerstag, 2. Dezember 27, 17.00 Uhr
Vielfalt leben – Inklusive Jugendarbeit gestalten
• Vielfalt und Inklusion in der Jugendarbeit
• Reflexion eigener Haltungen, Werte und Vorurteile
• Diskriminierung erkennen und entgegenwirken
• Vielfaltssensible Sprache und Kommunikation
Mit Verena Hafner und Lea E. Mair
Interkulturelle Begegnung *i bin a do*
• Abbau von Vorurteilen durch besseres Verständnis und gegenseitige Achtung
• Interkulturelle Werte und Neugierde auf andere Kulturen entwickeln
• Offenes Verhalten gegenüber anderen Kulturen wecken
Mit Abdelouahed El Abchi
Gruppensupervison 3:
Donnerstag, 27. Jänner 28, 9.00 – 12.30 und 13.30 – 17.00 Uhr
• Reflexion von Erfahrungen und Herausforderungen aus der Praxis
• Besprechung von Fallbeispielen aus dem eigenen Arbeitsfeld
• Kollegiale Fallberatung und Perspektivenaustausch in der Gruppe
• Klärung offener Fragen aus dem Lehrgang
Mit Birgit Dissertori und Lea E. Mair
Modul 6:
Montag, 27. März 28, 9.00 Uhr bis Dienstag, 28. März 28, 17.00 Uhr
Abschluss
• Abschlusskolloquium und Resümee
• Mein Profil als Jugendarbeiter*in
• Salutogenese und Resilienz, gesund bleiben im Beruf
Mit Birgit Dissertori und Lea E. Mair
Zeiten der Module:
9.00 – 12.30 und 13.30 – 17.00 Uhr
1.000,00 € inkl. 22% Mwst.
Gudrun Brugger, Psychologin, Ausbildung zur Klinischen und Gesundheitspsychologin (Ö). Inhaltliche Mitarbeiterin in der Fachstelle Familie und im Fachbereich Suizidprävention, Forum Prävention, Bozen
Birgit Dissertori, Tiers. Dozentin für Systemische Beratung, Coaching und Supervision (SG), Leiterin von InCuM www.incum.de, langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit
Abdelouahed El Abchi, Brixen. Studium der Betriebswirtschaft; Interkultureller Mediator; Jugendarbeiter beim VKE und Mitarbeiter im Amt für Jugendarbeit
Verena Hafner, Bozen. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft; Master in Sozialmanagement. Langjährige Erfahrung in der Jugendarbeit mit Schwerpunkten in der Vernetzung, Qualitätsentwicklung, Professionalisierung und Öffentlichkeitsarbeit
Melanie Kücking, Studium der Sozialarbeit; Mitarbeiterin der Fachstelle Gewaltprävention sowie des Fachbereichs Suizidprävention im Forum Prävention – Bozen
Lea Elena Mair, Meran. Studium der Rechtswissenschaften und International Community Development. Systemische Coach, Mediatorin und Konfliktberaterin. Über 10 Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit, derzeit Leiterin des Jugenddienstes Lana-Tisens
Marina Peter, Bozen. Beraterin, Organisationsentwicklerin und Supervisorin, Sozialpädagogin. Über 15 Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit, derzeit beim netzIOffene Jugendarbeit tätig
Michael Reiner, Meran. Psychologe und Leiter der Jugendberatungsstelle Young+Direct
Lukas Schwienbacher, Bildungs- und Erziehungswissenschaftler, Mediator und Konfliktberater, Sexualpädagoge. Langjährige Erfahrung in der Jugendarbeit. Koordinator der Fachstelle Gewaltprävention, Forum Prävention – Bozen
Während des Lehrgangs nehmen die Teilnehmer*innen an Peergruppentreffen zu insgesamt 15 Stunden teil.
16 Tage bzw. 112 Stunden + 15 Stunden Peergruppentreffen
Das Zertifikat wird dann erreicht, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- 80 % Anwesenheit bei den Modulen und Gruppensupervisionstagen
- Teilnahme bei den Peergruppentreffen von 15 Stunden
- Durchführung eines Projektes
- Schriftliche Arbeit von 3 bis 5 Seiten als Grundlage des Abschlusskolloquiums
18.12.2026